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Autor Thema: SPARCstation 10 SCSI-Festplatten Datenrettung  (Gelesen 13236 mal)
ryz
Gast
« am: 18. Januar 2008, 13:02:20 »

Hallo, ich habe gerade eine SUN SPARCstation 10 im Pizzabox-Format mit dem Prozessor SuperSPARC TMX390Z50GF-40 reinbekommen.

Vorneweg: Ich bin zwar vertraut mit *nix, *BSD und GNU/Linux OS (hauptsächlich x86), aber dies ist meine erste SPARC-Maschine.

Verbaut ist u.a. ein Antares Microsystems Sbus SCSI/TWP Ethernet II Controller.

Nun zu meinem Problem: Ich habe zwei gleiche SCSI IBM DDRS-34560 4 GiB Festplatten auf denen teils wichtige Daten sind, an die ich irgendwie rankommen muss.

Da die Platten bereits ausgebaut waren, habe ich als erstes versucht die Platten unter Windows per PCI SCSI Controller (Tekram und Dawicontrol) einzubinden, die Festplatten werden auch ordnungsgemäß erkannt, allerdings meldet Windows das die Platten jeweils unbenutzt sind, also gar kein Dateisystem vorhanden ist. Nun, wenn ich sonst Festplatten mit z.B. ext2-Dateiformat in ein Windows-System (x86) hänge, meldet Windows zumindest ein unbekanntes Dateiformat. Ich bin mir nun nicht sicher ob das bei jedem FS so ist, aber das müsste das OS ja am MBR erkennen, oder? Kann das jemand bestätigen?

Wie dem auch sei, ich habe kurzerhand die beiden Platten wieder an den Controller der SPARC-Maschine gehangen und gebootet.

nach einem ARP/RARP Request Timeout habe ich per [STOP] + [A] auf den debugging-prompt gewechselt, ein probe-scsi-all verrät mir auch das beide Festplatten korrekt erkannt werden.

Nur hier ist leider auch mein Latein am Ende: wie mounte ich die Festplatten? Wie greife ich auf deren Inhalt zu?
Wenn ich nun auf die Dateien zugreifen kann: Wie überspiele ich sie am besten auf einen externen Datenträger? In dem Gehäuse ist lediglich ein Floppy-Laufwerk verbaut, da ich nicht weiss wie hoch die Datenmenge nun wirklich ist, halte ich das für keine gute Idee.

Wie ihr seht fehlt mir viel essentielles Wissen, habt ihr da noch zusätzliche Quellen wie ich mich in dem bereich fortbilden kann? Manuals oder ähnliche Unterlagen sind nicht mirgeliefert worden und auch auf mysteriöse Art und Weise verschwunden.

Gruß,

Steve
« Letzte Änderung: 19. Februar 2008, 10:58:29 von ryz » Gespeichert
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« am: 18. Januar 2008, 13:02:20 »

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« Antworten #1 am: 18. Januar 2008, 13:14:55 »

Hi "RYZ",

gib bitte am "Debugging-Prompt" einmal "boot disk" bzw "boot disk1" bzw "boot disk3" ein. Was passiert?

Viele Grüße David

p.s. ein Realname + Gruß am Ende der E-Mail könnten von Vorteil sein, falls Du Antworten möchtest Wink
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ryz
Gast
« Antworten #2 am: 18. Januar 2008, 13:51:56 »

Hallo David, natürlich, das habe ich in der Eile vergessen, ist normalerweise nicht meine Art.  Wink


Code:
ok boot disk

Boot Device: /iommu/sbus/espdma@f,400000/esp@f,800000/sd@3,0 File and args:

Bad magic number in disk label
Can't open disk label package
Can't open boot device

Code:
ok boot disk1

Boot Device: /iommu/sbus/espdma@f,400000/esp@f,800000/sd@1,0 File and args:

SCSI device 1,0 is not responding
Can't open boot device

Code:
ok boot disk2

Boot Device: /iommu/sbus/espdma@f,400000/esp@f,800000/sd@2,0 File and args:

Bad magic number in disk label
Can't open disk label package
Can't open boot device

Code:
[b]ok[/b] boot disk3

Boot Device: /iommu/sbus/espdma@f,400000/esp@f,800000/sd@0,0 File and args:

SCSI device 0,0 is not responding
Can't open boot device

Per printenv sehe ich das der Parameter 'boot' default auf 'net' steht. Dieses Netzwerk und deren Gegenstellen stehen mir aber leider nicht zu verfügung.

Achja: Ich sehe du "debugging-promt" in Klammern gesetzt, was mich vermuten lässt das ich einen falschen Begriff verwende.

Viele Grüße und danke,

Steve
« Letzte Änderung: 18. Januar 2008, 13:54:39 von ryz » Gespeichert
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« Antworten #3 am: 18. Januar 2008, 16:02:52 »

Hi Steve,

boot disk und boot disk2, sind so wie es aussieht, die richtigen befehle. jedoch kann die SUN Deine Platten nicht lesen ^^

Mein Vorschlag wäre, löse Dich von Der Sparcstation, konzentriere Dich auf den PC, d.h.:

Knoppix auf dem PC booten und dann die Festplatten mounten(sofern das dort geht)
Alternativ, Open Solaris(Solaris Express) DVD auf dem PC booten und Festplatten mounten

Und wenn Du dann die Daten gesichert hast, dann kannst Du Dich an die Sparcstation machen, aber zur Zeit hast Du 2 Probleme:

1.Sparcstation bootet nicht von den Platten.
2.Platten sind unter Windows nicht lesbar.

HTH!

Viele Grüße David
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Padde
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« Antworten #4 am: 19. Januar 2008, 01:28:27 »

Erstmal gibt es keine Garantie dafür, daß sich auf diesen Platten überhaupt ein bootfähiges Betriebssystem befindet. Es kann sich ja auch nur um reine Datenplatten handeln.

Auf einem PC kann man zunächst nur testen, ob sich die Platten generell auslesen lassen (z.B. mit dd(1)), um Hardwaredefekte auszuschließen.

Wenn du die Platten auf einem PC mounten willst, solltest du bedenken, daß es auf einer Sun keine "DOS-Partitionen" gibt, insbesondere also auch keinen MBR. Die meisten Betriebssysteme, die auf dem PC groß geworden sind (also auf jeden Fall Windows, eventuell auch Linux), kommen damit nicht ohne weiteres zurecht. Außerdem muß das Betriebssystem auch das Solaris-UFS unterstützen, das sich z.B. deutlich von den *BSD-UFSen unterscheidet.

Am besten versuchst du also, diese Platten unter Solaris auf einer SPARC-Kiste zu mounten. Das sollte am schmerzfreiesten sein. Wenn du noch eine dritte Platte auftreiben kannst, könntest du darauf ein Solaris installieren und diese dann zusammen mit jeweils einer der Datenplatten in die SPARCstation stecken.

Sinnvoll aus der Maschine raus bekommst du größere Datenmengen eigentlich nur über's Netzwerk, z.B. per NFS. Selbst wenn die Platten nur zu einem Zehntel gefüllt sind, willst du diese Datenmengen nicht wirklich per Diskette übertragen.  Cheesy  Großartig andere Möglichkeiten hast du da nicht, ohne zusätzliche Hardware (z.B. ein Bandlaufwerk) anschaffen zu müssen.
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« Antworten #4 am: 19. Januar 2008, 01:28:27 »

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escimo
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« Antworten #5 am: 21. Januar 2008, 14:00:16 »

Nun zu meinem Problem: Ich habe zwei gleiche SCSI IBM DDRS-34560 4 GiB Festplatten auf denen teils wichtige Daten sind, an die ich irgendwie rankommen muss.

Da die Platten bereits ausgebaut waren, habe ich als erstes versucht die Platten unter Windows per PCI SCSI Controller (Tekram und Dawicontrol) einzubinden, die Festplatten werden auch ordnungsgemäß erkannt, allerdings meldet Windows das die Platten jeweils unbenutzt sind, also gar kein Dateisystem vorhanden ist.
Hallo Steve,

deinen Angaben kann ich noch nicht vollständig folgen. Um was für eine SPARCstation handelt es sich?

Du hast geschrieben, die zwei Festplatten wurden mit der SPARCstation mitgeliefert. Ist das richtig?

Die OBP-Varialbe "boot-device" ist auf "net" eingestellt? - Das würde bedeuten, dass u.a. der Kernel und andere benötigte Laufzeit-Komponenten über das Netzwerk auf deine SPARCstation in den RAM übertragen wurden, um einen Boot-Vorgang einleiten zu können. Das wiederum lässt mich vermuten, die Festplatten könnten als reine Datenhalde genutzt worden sein (womöglich von einer Firma).

Eine Möglichkeit wäre z.B. die zwei Platten zusammen an einen mit Solaris betriebenen Rechner anzuschließen, die Festplatten einzuhängen (mount) und die benötigten Daten von den beiden Festplatten auf ein anderes Medium (dritte Frestplatte, Band, Netzlaufwerk) zu sichern. -> Das wurde wohl schon vorgeschlagen. Undecided

Es gibt noch eine weitere Alternative, die etwas aufwendiger sein könnte: du baust eine dritte Festplatte in die SPARCstation ein und installierst ein Solaris für SPARC Plattform (ab Version 2.5.1), bindest (mount) die Festplatten im Dateisystem ein und könntest über FTP die benötigten Daten transferieren.

Solaris-Partitionen tragen bei einem PC die Kennung einer "Linux-Swap"-Partition. Selbst wenn du die Partition einhängen könntest, die Partition ist an sich nochmals in kleinere Abschnitte (Slices) unterteilt - so eine Art "Unter-Partitionen in einer Partition".

Gruß
escimo
« Letzte Änderung: 21. Januar 2008, 14:02:12 von escimo » Gespeichert
karakal
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« Antworten #6 am: 21. Januar 2008, 16:15:33 »

Erstmal gibt es keine Garantie dafür, daß sich auf diesen Platten überhaupt ein bootfähiges Betriebssystem befindet. Es kann sich ja auch nur um reine Datenplatten handeln.

Auf einem PC kann man zunächst nur testen, ob sich die Platten generell auslesen lassen (z.B. mit dd(1)), um Hardwaredefekte auszuschließen.

Wenn du die Platten auf einem PC mounten willst, solltest du bedenken, daß es auf einer Sun keine "DOS-Partitionen" gibt, insbesondere also auch keinen MBR. Die meisten Betriebssysteme, die auf dem PC groß geworden sind (also auf jeden Fall Windows, eventuell auch Linux), kommen damit nicht ohne weiteres zurecht. Außerdem muß das Betriebssystem auch das Solaris-UFS unterstützen, das sich z.B. deutlich von den *BSD-UFSen unterscheidet.


Falsch. Linux hat überhaupt keine Probleme mit "komischen" Partitionstabellen... also kann ich unter Linux ohne Probleme Sun-Platten lesen... (genauso wie "alte" HFS-Apple Platten usw...)

Bester Tipp bis jetzt: Knoppix und versuchen an die Daten ran zu kommen...
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escimo
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« Antworten #7 am: 21. Januar 2008, 18:56:57 »

Bester Tipp bis jetzt: Knoppix und versuchen an die Daten ran zu kommen...
Das lässt schließen, dass du mehr Informationen hast, um deratiges "Operationen" durchzuführen. Führ' das bitte weiter: was willst du im Detail mit der Partition machen, die an sich keine "Linux-Swap"-Partition ist? Mir fällt auf Anhieb nichts ein, um unter Linux (Knoppix) von einer Solaris-Partition vom Menschen lesebare Informationen zu erhalten.

Ich bin am Ende meines Lateins. Ich kann nur für die von mir angegebenen Methoden sprechen. Über Knoppix wäre das aber sehr interessant. Roll Eyes

@ryz: Was für eine Art von Daten werden von dir benötigt?
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bnsmb
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« Antworten #8 am: 22. Januar 2008, 08:51:42 »

Hi,

Bester Tipp bis jetzt: Knoppix und versuchen an die Daten ran zu kommen...
Das lässt schließen, dass du mehr Informationen hast, um deratiges "Operationen" durchzuführen. Führ' das bitte weiter: was willst du im Detail mit der Partition machen, die an sich keine "Linux-Swap"-Partition ist? Mir fällt auf Anhieb nichts ein, um unter Linux (Knoppix) von einer Solaris-Partition vom Menschen lesebare Informationen zu erhalten.

Ich bin am Ende meines Lateins. Ich kann nur für die von mir angegebenen Methoden sprechen. Über Knoppix wäre das aber sehr interessant. Roll Eyes

@ryz: Was für eine Art von Daten werden von dir benötigt?

Wenn die Daten auf den Disks in einer SPARC geschrieben wurden, kannst Du die Daten auf einem X86 nicht korrekt lesen (wegen LSB und MSB Format).

Ich denke mal, wenn die Platten nicht bootbar sind ist der einzige Weg die SPARC Maschine mit Solaris zu booten und dann die Daten zu kopieren.

Hat die Maschine ein CDROM? Dann kannst Du einfach von CDROM booten. Die Installations CD von Solaris reicht dafuer, da diese auch die Moeglichkeit bietet die Installation abzubrechen und Solaris von CDROM gebootet zu nutzen. Wenn die Kiste kein CDROM hat, kannst Du evtl. ein externes CDROM anschliessen und davon booten.

Gruss

Bernd
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« Antworten #9 am: 22. Januar 2008, 09:04:24 »

Hallo Steve,


gib uns doch mal ein Paar Infos woher du kommst - ev. findet sich ja jemand in deiner Nähe wo du mit deinen Platten mal vorbeikommen kannst.


Andi.
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« Antworten #9 am: 22. Januar 2008, 09:04:24 »

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« Antworten #10 am: 22. Januar 2008, 11:07:42 »

karakal hat völlig recht & @ bnsmb verschone uns bitte mit Deinem halbwissen! 1998 hab ich mit nem 2.2 linux erfolgreich die platten einer sun ipx (200mb conner) gemountet und die /etc/passwd verändert. also bitte! prüf mal was Du schreibst, sonst verlierst Du hier einfach nur glaubwürdigkeit!(außer mit dem CD-ROM tip, der ist gut!)

« Letzte Änderung: 22. Januar 2008, 14:11:51 von Freud-Schiller » Gespeichert
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« Antworten #11 am: 22. Januar 2008, 12:08:21 »

Bester Tipp bis jetzt: Knoppix und versuchen an die Daten ran zu kommen...
Das lässt schließen, dass du mehr Informationen hast, um deratiges "Operationen" durchzuführen. Führ' das bitte weiter: was willst du im Detail mit der Partition machen, die an sich keine "Linux-Swap"-Partition ist? Mir fällt auf Anhieb nichts ein, um unter Linux (Knoppix) von einer Solaris-Partition vom Menschen lesebare Informationen zu erhalten.

Ich bin am Ende meines Lateins. Ich kann nur für die von mir angegebenen Methoden sprechen. Über Knoppix wäre das aber sehr interessant. Roll Eyes


Gut, ich muss zugeben, mit Knoppix hatte ich es noch nicht probiert, aber sonst funkts ohne Probleme:

Aber siehe mal hier: http://www.faqs.org/docs/Linux-mini/Linux+Solaris.html
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karakal
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« Antworten #12 am: 22. Januar 2008, 12:09:55 »

Nochwas: Es gibt sogar kommerzielle Software dafür (das hatte ich nicht gewusst, Google ist mein Freund)

http://solaris-data-recovery-software.qarchive.org/
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bnsmb
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« Antworten #13 am: 22. Januar 2008, 12:48:58 »

@ bnsmb verschohne uns bitte mit Deinem halbwissen!

Wusste gar nicht das ich sowas habe -- muss ich unbedingt in mein Profil aufnehmen ;-)

Was meinst Du denn bitte schoen?

Gruss

Bernd
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« Antworten #14 am: 22. Januar 2008, 14:29:07 »

Hallo David,

das UFS ist nicht kompatibel zwischen x86/x64 und SPARC. Der Grund wurde von Bernd schon richtig beschrieben.

Hier auch noch ein ein Link dazu

http://forum.java.sun.com/thread.jspa?threadID=5224380&messageID=9912628

Damit meine ich nicht die theoretische Antwort (da nicht selbst probiert), sondern die beiden Verweise.

Was hat dich eigentlich geärgert, daß du so ausfallend wirst ?

Michael
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