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Autor Thema: Hardwareplatform fuer Server mit Solaris /x86  (Gelesen 3882 mal)
bnsmb
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« am: 22. Juli 2009, 19:34:12 »

Hallo,

ich suche eine neue Maschine welche ich als zentralen Server fuer mein Homeequipment unter Solaris betreiben kann.

Aufgaben:

- zentraler Filserver (vorwiegend mit NFS, evtl. Samba). Als Filesystem wird nur ZFS benutzt.
- Backupserver (backups ueber rsync und ZFS snapshots fuer die Versionierung)
- jumpstart und wanboot Server
- cvs Server
- dhcp Server
- dns Server
- evtl. in Zukunft noch weitere Server Funktionalitaeten (Mailserver, etc)

CVS Server, DHCP Server, DNS Server, etc. laufen jeweils in einer eigenen Zone.

Primaerer Aufgabe wird der Fileserver sein.

Bisher habe ich hierzu eine Blade 2000 mit 2 900 MHz CPUs und 4 GB benutzt. Die Zonen waren dabei auf den internen 146 GB Platten konfiguriert; die Daten lagen auf einen ZPOOL mit 4  1,5 TB SATA Platten in einem externen USB Gehaeuse (angeschlossen ueber eine USB Karte mit USB 2.0). Das ist natuerlich nicht optimal, aber ich habe bisher keine andere Loesung gefunden wie ich die SATA Platten an eine SPARC Kiste anschliessen kann. Zudem reichte die Performance der USB Platten fuer mein 100 MB Netz mit i.d.R. keine gleichzeitigen Zugriffe auf den Fileserver aus.

Nachdem ich jetzt aber die Stromrechnung fuer's letzte Jahr bekommen habe und dann mal den Stromverbrauch der Blade2000 gemessen habe, habe ich mich dann doch entschlossen hier eine vom Betrieb her kostenguenstigere Loesung zu suchen (obwohl mir SPARC natuerlich lieber ist als x86 ...)

D.h ich suche jetzt eine x86 Maschine die von Solaris Nevada (nicht OpenSolaris!) unterstuetzt wird mit folgenden Merkmalen:

- akzeptabel schnelle CPU, moeglichst mit mehr als einem Core

- min 4 GB  (moeglichst mit Ausbaumoeglichkeit)

- zwei interne Platten fuer das rootfs à 250 GB oder groesser plus Platz und Anschluesse fuer min. 4 weitere 3,5" SATA Festplatten fuer die Daten.

Alternativ : 2 interne Platten plus SATA Controller an dem ich meine externe Plattenbox mit den 4 SATA Platten anschliessen kann

- min. 2 oder mehr Netzwerkports (fuer IPMP), 100 MB oder schneller

- USB 2.0 Anschluesse (zum temp. Anschluss von externen USB Platten)

- von Solaris unterstuetzte Graphikkarte

- serieller Anschluss waere nett

- paralller Anschluss ebenfalls

- sowas wie ein ALOM oder RSC waere natuerlich optimal (wenn es sowas fuer x86 ueberhaupt gibt)

- moeglichst geringer Stromverbrauch; auf jeden Fall weniger als die Blade2000  ....

- Der Preis ist jetzt nicht unbedingt eine Thema; das sind ja Einmalkosten und ich brauche schon Hardware auf die ich mich verlassen kann.

Da der Rechner im Keller stehen wird kann er ruhig gross und laut sein.

Wenn eben moeglich ziehe ich eine Komplettloesung (ohne die 4 SATA Disks fuer die Daten) einer Loesung zum selber  zusammen bauen vor.

Wenn's sowas mit SPARC CPU gibt, waere das natuerlich besser ... Die T5x Maschinen gibt's aber zur Zeit wohl nicht als Try and Buy (lt. Webinterface) Zudem weiss ich nicht, ob die auch mit normalen SATA Platten laufen.


Bin dankbar fuer jeden Hinweis.

Gruss

Bernd
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« am: 22. Juli 2009, 19:34:12 »

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Toktar
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« Antworten #1 am: 23. Juli 2009, 10:43:18 »

Bei Stromverbrauch sind ja bekanntlich Via und Intel (Atom) weit vorn, leistungsmässig allerdings eher nicht.
Ein guter Kompromiss ist diese Kiste: Supermicro 5035L-IB http://www.supermicro.com/products/system/tower/5035/SYS-5035L-I.cfm.
Durch den Sockel LGA775 ist man flexibel (Celeron - Core2Duo) und das Netzteil ist auf die Kiste abgestimmt. Steckplätze zum Aufrüsten sind vorhanden, Chipsatz sollte unterstützt werden.
Ist aber mit Basteln verbunden, wenn man die Kiste nicht beim Händler assembliert bekommt.
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Toktar
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Und DNS braucht's nicht, das ist was fuer Weicheier, die sich keine Zahlen merken koennen.
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bnsmb
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« Antworten #2 am: 30. Juli 2009, 17:05:31 »

Hallo,

Ein guter Kompromiss ist diese Kiste: Supermicro 5035L-IB http://www.supermicro.com/products/system/tower/5035/SYS-5035L-I.cfm.

Danke fuer die Info - werde ich mir mal anschauen.

Was mir noch so eingefallen ist:

Gibt es eigentlich schon PC wo standard maessig 2,5" Platten vorgesehen sind? Theoretisch muessten die doch im Stromverbrauch deutlich niedriger liegen als mit 3,5" Platten (wenn ich mal von 6 Platten ausgehe).

Gruss

Bernd
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« Antworten #3 am: 30. Juli 2009, 17:15:16 »

Gibt es eigentlich schon PC wo standard maessig 2,5" Platten vorgesehen sind?
Nicht dass ich wüsste, aber: wo Platz für 3,5" ist, reicht es auch für 2,5". Wink
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bnsmb
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« Antworten #4 am: 30. Juli 2009, 17:28:22 »

Hi

Gibt es eigentlich schon PC wo standard maessig 2,5" Platten vorgesehen sind?
Nicht dass ich wüsste, aber: wo Platz für 3,5" ist, reicht es auch für 2,5". Wink

Ja .. ich dachte aber eher an einen "fertigen" PC der schon dafuer konfiguriert (also Gehaeuse mit Einbauschaechten, angepasstes Netzteil, etc -- bin bei PCs nicht so der Bastler)

Gruss

Bernd
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« Antworten #4 am: 30. Juli 2009, 17:28:22 »

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« Antworten #5 am: 30. Juli 2009, 18:57:45 »

Ich hab mir für mein Atom330 so ein Einbauschachtgehäuse für 4x2-5" Sata gekauft. Passt in ein 3,5" <edit> 5,25" natürlich </edit> Schacht hinein und die Platten sind HotSwap (Controller muss das unterstützten).
Alternate: T2BV11   Backplane 4x SAS/SATA  2.5"    53,90
http://www.alternate.de/html/product/Festplatten_Serial_Attached_SCSI_Wechselrahmen/Diverse/Backplane_4x_2,5_SAS-SATA/307478/

Ist recht einfach einzubauen, hat zwar kleine Miefquirle (40x40) drin, aber auch 2 Schaltstufen für die Drehzahl (max/min).
Ich hab 2 320GB Platten von Samsung drin und die tun prima.
« Letzte Änderung: 30. Juli 2009, 18:59:52 von Toktar » Gespeichert

Toktar
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« Antworten #6 am: 30. Juli 2009, 19:46:43 »

Hi,

Ich hab mir für mein Atom330 so ein Einbauschachtgehäuse für 4x2-5" Sata gekauft. Passt in ein 3,5" <edit> 5,25" natürlich </edit> Schacht hinein und die Platten sind HotSwap (Controller muss das unterstützten).
Alternate: T2BV11   Backplane 4x SAS/SATA  2.5"    53,90
http://www.alternate.de/html/product/Festplatten_Serial_Attached_SCSI_Wechselrahmen/Diverse/Backplane_4x_2,5_SAS-SATA/307478/

Ist recht einfach einzubauen, hat zwar kleine Miefquirle (40x40) drin, aber auch 2 Schaltstufen für die Drehzahl (max/min).
Ich hab 2 320GB Platten von Samsung drin und die tun prima.


Weisst Du wieviel Strom das System dann mit Atom330 und 2,5" Platten zieht?

Und laueft da Solaris auf dem Atom CPUs?

Gruss

Bernd


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Toktar
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« Antworten #7 am: 31. Juli 2009, 09:28:02 »

Ich hab das Intel D945GCLF2 mit 2 GB RAM und 2x 320GB Samsung 2,5".
Bisher hab ich alle möglichen Linuxderivate ausprobiert, zum Solaris bin ich noch nicht gekommen.
Gehäuse hab ich irgendwas von AOpen gekauft, klein mit 80W Netzteil.
Der kleine Lüfter auf demChipsatz macht einen Höllenradau, aber Strom sollte das Ding nicht allzuviel ziehen.
Mangels Messgerät hab ich das aber nicht validieren können.
Der Atom ist klein und sparsam, einen Kernel möchte ich aber auf solch einer Kiste nicht kompilieren müssen.
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roth
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« Antworten #8 am: 31. Juli 2009, 10:32:58 »

Hallo,

Gibt es eigentlich schon PC wo standard maessig 2,5" Platten vorgesehen sind? Theoretisch muessten die doch im Stromverbrauch deutlich niedriger liegen als mit 3,5" Platten (wenn ich mal von 6 Platten ausgehe).

ein Intel-Atom-Board, das sechs SATA-Anschlüsse hat, ist mir allerdings nicht bekannt.


Zur Zeit bastele ich an einer "ähnlichen" Lösung mit 2x SATA 2,5 Zoll Systemfestplatten (Spiegel) und 3x SATA 3,5 Zoll RAIDZ zzgl. 1x 2,5 Zoll SATA SSD für ZFS-Cache. In Verbindung mit einem AMD 4850e (max. 45 Watt), welcher nicht von (Open)Solaris mit Powernow! gesteuert werden kann und den 3,5 Zoll Festplatten aus der WD GreenPower-Serie, 4 GB RAM, einer Intel PRO/1000 LWL PCI-X Karte und einem ASUS M2N32 WS Pro sowie einem 500 Watt BeQuiet Netzteil (Wirkungsgrad 80+) benötigt der Rechner ca. 150 Watt. Mit Debian GNU/Linux 5.0 werden ca. 35 Watt weniger angezeigt, was meines Erachtens auf den ständig unter Vollgas laufenden Prozessor zurückzuführen ist.
Die Grafikkarte kann für den Server-Betrieb ("headless") noch entfernt werden, um weitere Watt einzusparen.
Geeigneter wäre mutmaßlich ein AMD X4 9350e (max. 65 Watt), weil der aus der Familie 10 stammt, welche von (Open)Solaris mit Powernow! gesteuert werden können soll.
Eine 2,5 Zoll Festplatte benötigt in der Regel unter 2 Watt, eine vergleichbare 3,5 Zoll aus einer "green"-Serie ca. 6 bis 8 Watt. Die Herstellerangaben sind z.B. bei Alternate i.d.R. zu ermitteln.

Gruß
Sven
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Minusgeek


« Antworten #9 am: 31. Juli 2009, 13:10:27 »

Abgesehen vom Preis und fehlendem Support wäre wirklich interessant zu erfahren, ob man auf einem Qnap SS-839 Pro oder SS-439 Pro Solaris zum laufen bringen würde und wie die Performance im Vergleich zur Originallösung wäre.
Der Systemaufbau ist perfekt.
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« Antworten #9 am: 31. Juli 2009, 13:10:27 »

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llothar
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« Antworten #10 am: 31. Juli 2009, 16:06:38 »

Also aufgrund der Stromkosten auf 2,5" umzusteigen ist meiner Mathematik nicht sinnvoll:

3,5" = 10W
2,5" =  2W

8W Unterschied das sind am Tag 0,192Wh also 70,08KWh pro Jahr oder 9,81 Euro bei 14Cent pro KW/h.
Schalte den Energiesparmodus ein (gibts das mittlerweile bei Solaris) und du kommst bei deinem Profil doch höchstens auf die hälfte. Die höheren Preise pro GB und die mit 5400 langsamerer Geschindigkeit lassen mir wirklich Zweifel am Vorhaben aufkommen zumal du die 3,5" ja bereits besitzt.

Ansonsten geht für Solaris doch wirklich fast jede Kiste steckst halt noch ne alte Graka währrend der Installation rein.

Für die always on Geschichten in D hatte ich mir mal einen alten PIII mit 800Mhz wieder aufgebaut und unter Debian benutzt. Aber ernsthaft wenn man nicht Torrents saugt weiss ich wirklich nicht warum ich ein 24/7 überhaupt im Privatbereich brauche.
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Toktar
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« Antworten #11 am: 31. Juli 2009, 18:14:45 »

Abgesehen vom Preis und fehlendem Support wäre wirklich interessant zu erfahren, ob man auf einem Qnap SS-839 Pro oder SS-439 Pro Solaris zum laufen bringen würde und wie die Performance im Vergleich zur Originallösung wäre.
Der Systemaufbau ist perfekt.

Wenn man Solaris auf ein 128MB DOM installiert bekommt und dann alle Dienste dabei hat, die man braucht, sollte es gehen. Abgesehen von der Unterstützung für Hardware, die immer viele ? mit sich bringt.....
Irgendein Unix/Linux (ich schätze *BSD) wird da drauf sein, wenn man sich die Featureliste anschaut.
Sowas ähnliches versucht Freenas recht erfolgreich, mittlerweile sogar mit ZFS.
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« Antworten #12 am: 01. August 2009, 08:11:30 »

Hallo,

ein Intel-Atom-Board, das sechs SATA-Anschlüsse hat, ist mir allerdings nicht bekannt.


Doch gibt es: http://www.supermicro.com/products/motherboard/ATOM/945/X7SLA.cfm?typ=H

Sind zwar nur 4 onboard, aber jede Menge Steckplätze (zwei PCIe-x8-Slots)und 2x Gigabit

Aber wieder was zum basteln...
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Toktar
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« Antworten #13 am: 01. August 2009, 09:31:42 »

Wenn man Solaris auf ein 128MB DOM installiert bekommt und dann alle Dienste dabei hat, die man braucht, sollte es gehen.
Das könnte man ja gegen ein größeres DOM (bis 16GB) oder CF-Card tauschen.
Oder man installiert gleich auf eine der Platten.

Laut Qnap-Forum wurde Debian und Ubuntu schon getestet.
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roth
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« Antworten #14 am: 07. August 2009, 05:05:09 »

Grüß Gott,
Hallo,

ein Intel-Atom-Board, das sechs SATA-Anschlüsse hat, ist mir allerdings nicht bekannt.


Doch gibt es: http://www.supermicro.com/products/motherboard/ATOM/945/X7SLA.cfm?typ=H

Sind zwar nur 4 onboard, (...)

Also doch nicht Wink

Und wenn man wirklich Gigabit Ethernet haben will (erstens nicht den Kupferkabel Gigabit Ethernet Marketing Kram und zweitens erst recht nicht so ein Realtek Zeug), dann braucht's einen Steckplatz für eine NIC mit LWL, meist noch als 64-Bit PCI-X von Intel oder Sun. Aber meines Erachtens braucht es für Gigabit Ethernet ohnehin mehr, als ein Atom-Board zu leisten vermag, da bin ich mißtrauisch...
So ist und bleibt es eben zwar etwas mehr als 100 Mbit/s Ethernet, aber eben kein Gigabit. Für zu Hause wird's den meisten Leuten reichen.


Gruß
Sven
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